Wednesday, 22 June 2011

X-MEN

Im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Superhelden ist ja bei den X-Men schon die grundsätzliche Konzeption anspruchsvoll, aber scheiße. Anspruchsvoll, weil die Genetik-Mutations-Gesellschaftsdiskrimminierungsnummer erstaunliche Handlungsbögen und Reflektionen erlaubt (für eine Superheldenstory). Scheiße, weil aufgrund der systemimmanenten hohen Anzahl von Supertypen mit nur einer Fähigkeit diese eher komplex aufgebaute Story immer in einer Situation endet, in der jede Fähigkeit im Rahmen einer Actionsequenz genau einmal gebraucht wird. Und weil es eher uncool wirkt, wenn 20 Superhelden auf einem Platz rumstehen und warten, bis sie dran sind, muss der Showdown an parallelen Orten parallel erzählt werden. Das ist lächerlich, und macht immer die bis dahin gute Story kaputt. Ich nenne es den X-Men-Effekt: Guter Storyaufbau, lächerliches Ende. Beim nächsten Film erinnert man sich an das Ende, findet plötzlich den guten Storyaufbau ... nuja, ... gut, und wird sofort vom Showdown enttäuscht. Das iteriert beliebig.

Wieauchimmer: Der Captain und Gandalf sind über jede Kritik erhaben, Wolverine ist der einzige Charakter, der aus sich selbst wirkt, und der Rest ist (störendes) Beiwerk. Wer's kurz mag, guckt nur die Highlights: Also die Dialoge am Anfang und am Ende.

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