"Serenity" ist der Pilotfilm zur neuen SciFi-Serie von Joss Wheadon. Nur, dass der Pilotfilm nach der ersten Staffel gedreht, die Serie danach abgesetzt wurde und es weit und breit keine Außerirdischen gibt, dafür aber ständig Leute auf Pferden reiten. In bester Wild-West-Manier, wenn sie nicht gerade auf räudigen Raumschiffen abhängen. Das ganze klingt skurril, aber man gewöhnt sich nach ein paar Episoden dran. Das Konzept ist gut, das designte Universum in sich stimmig und die Storys intellektuell zumindest nicht völlig unterfordernd. Was der Serie fehlt, sind glaubwürde - also ältere, weniger soapig-perfekt aussehende - Darsteller, die auch wirklich wirken wie der Abschaum der Galaxis. So wirkt es - leider leider - besonders zu Beginn der Serie so, als hätte sich die Beverly Hills 90210- Crew in eine verlassene Lagerhalle gestellt und läse vom Teleprompter ab (nach einem Drittel der Staffel wird es aber erheblich besser).
Was das alles mit dem Film zu tun hat? Man wird den Film nicht verstehen und keinen Spaß dran haben, ohne die Serie komplett gesehen zu haben. Und man wird die Serie wegen der Darsteller und der Spleenigkeit des Settings nicht leicht durchhalten, und verpasst damit einen ziemlich guten, anderen Science-Fiction-Film.
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